Verlegernotizen

11.07.2009

Thien Tran mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium ausgezeichnet

Thien Tran, dessen Debut fieldings soeben in der Bibliothek Belletristik erschienen ist, ist mit dem Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2009 ausgezeichnet worden.

Die Begründung der Jury:
Thien Tran ist ein Autor, der um die unendliche Zahl der Elemente und Kontexte des Schreibens weiß. Ein Autor, der sich seiner Schreibbewegungen in der Zeit und im Raum bewusst werden will. So hat er in seinem Buch fieldings den Gedichten eine Dank ihrer Subjektivität universell gültige poetologische Reflexion vorangestellt, in der er versucht, das „Gewicht der Sprache“, des Schweigens wie des Nichtssagens zu messen. In seinen Gedichten verbinden sich Sinneswahrnehmungen des postmodernen Lebens – immer wieder ausgedrückt in (aufgeschnappten) Sprachfetzen –, deren Reflexion und Rückgriffe auf den Formbestand der modernen Lyrik zu prägnanten wie flüchtigen Textkonstellationen. Zugleich spürt man in diesen Gedichten die Verwunderung, die Bezauberung, die Unruhe, die die Sprache in ihrem Autor auslöst. Eine Verwunderung, Bezauberung, Unruhe, die sich auf seine Leser überträgt, die in Thien Trans Gedichten höchst zeitgemäße Annäherungen an das Leben in der Sprache und damit an das Leben der Sprache finden.
(Thomas Böhm)

Das mit 10.000 € dotierte Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium ist ein seit 1990 jährlich von der Stadt Köln ausgelobter Literaturpreis.


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